Anwalt französisches Recht

Verbraucherrechte in Frankreich: Ihr Anwalt französisches Recht informiert (Teil 3):

Wie wir in Teil eins und zwei dieser Reihe bereits erläutert haben, hat das Gesetz „Loi Harmon“ die Verbraucherrechte weitreichend gestärkt. Dies haben wir zum Anstoß genommen, um exemplarisch zu demonstrieren, welche Auswirkung die Neuregelung auf den Online-Handel hat. Im Folgenden schließen wir als Ihr Anwalt französisches Recht direkt an den letzten Beitrag an:

In unserer Sequenz über die Verbraucherrechte in Frankreich haben wir bisher einige wichtige Punkte des „Loi Harmon“ näher beleuchtet. Nachdem wir zuletzt auf die Anpassung des Bestellverfahrens eingegangen sind, wollen wir nun die Neuerungen im Rahmen der Bestellbestätigung thematisieren. Als Anwalt französisches Recht sind uns dabei drei Aspekte aufgefallen, die in der Praxis zu beachten sind: Dabei geht es um die Form und den Zeitpunkt der Bestätigung des Vertragsabschlusses. Demnach müssen Unternehmer die Bestellbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger aushändigen und dies innerhalb einer angemessenen Zeitspanne oder spätestens mit Auslieferung der Ware. Hinsichtlich der Definition eines dauerhaften Datenträgers soll kurz erwähnt werden, dass die französische Justiz eine E-Mail oder eine Bestätigung in Papierform akzeptiert. Nicht gültig sind dagegen Bestätigungen, die lediglich auf der Website des Unternehmers abrufbar sind.

Anwalt französisches Recht: „Widerrufsrecht wurde auf 14 Tage verlängert!“

Wie wir bereits im ersten Part unserer Reihe erwähnt haben, wurde auch das Widerrufsrecht reformiert. So sind Unternehmer nicht nur dazu verpflichtet, über die Widerrufsrechte zu informieren, sondern müssen dem Käufer in dieser Hinsicht weitere Zugeständnisse gewähren. Dies betrifft beispielsweise die Widerrufsfrist. Diese wurde an die europäische Vorgabe angepasst und beträgt nun 14 anstatt 7 Tage. Sollte der Verbraucher nicht über das Widerrufsrecht in Kenntnis gesetzt werden, verlängert sich diese Frist zusätzlich um 12 Monate. Innerhalb der 12 Monate kann die Widerrufsfrist jedoch wiederum auf 14 Tage verkürzt werden, wenn der Unternehmer den Kunden nachträglich über die Konditionen aufklärt. Als Anwalt französisches Recht weiß man, dass der Gesetzgeber auch Ausnahmen berücksichtigt hat, die vom Widerrufsrecht ausgeschlossen sind. Hierbei handelt es sich um Waren, die individuell angepasst wurden, und um Artikel, die verderben oder verfallen könnten. Ferner werden auch Waren vom Widerrufsrecht ausgenommen, die aus hygienischer Sicht oder aus gesundheitlichen Bedenken nicht mehr zurückgesendet werden sollten.

Anwalt französisches Recht: „Erstattung innerhalb von 14 Tagen“

Für die Inanspruchnahme des Widerrufsrechts muss der Verbraucher keine Begründung vorlegen. Es muss lediglich das Musterformular oder eine ähnliche Erklärung dem Rückversand beigefügt werden, damit der Unternehmer die gezahlten Beträge zu erstatten hat. Die Erstattung hat innerhalb von 14 Tagen nach Wiedererlangung zu erfolgen, sollte sie innerhalb dieses Zeitraumes nicht vollzogen werden, fallen Verzugszinsen an. Die Höhe der Zinsen ist abhängig vom Verzug – für nähere Informationen können Sie Ihren Anwalt französisches Recht kontaktieren.

Anwalt französisches Recht – Ihre Anlaufstelle in juristischen Angelegenheiten

Hiermit endet unsere Reihe zu den neuen Verbraucherrechten in Frankreich. Sollten Sie noch Fragen zu dem „Loi Harmon“ haben, werden wir als Ihr Anwalt französisches Recht versuchen, diese zu beantworten. Für spezifische rechtliche Angelegenheiten raten wir Ihnen dazu, einen Termin in unserer Kanzlei zu vereinbaren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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