Anwalt Frankreich

Anwalt Frankreich: Entschädigung bei Fluglotsenstreik in Frankreich?

An streikende Fluglotsen und Piloten haben sich Fluggäste in Frankreich und Deutschland mittlerweile gewöhnt. So waren in den letzten Jahren etliche Passagiere von den Streiks betroffen und mussten lange Wartezeiten oder sogar Annullierungen in Kauf nehmen. Doch müssen solche Erschwernisse wirklich toleriert werden, oder steht Betroffenen eine Entschädigung zu? Ihr Anwalt Frankreich klärt auf:

Der Fluglotsenstreik in Frankreich hat im Januar 2016 wieder zu einem Chaos an französischen Airports geführt: Verspätungen oder gar Annullierungen waren die Folge der Lohnkämpfe und ließen verzweifelte und gestresste Fluggäste zurück. So fragen sich viele Betroffene nach einer solchen Odyssee, ob ihnen aufgrund der Umstände nicht eine Entschädigung zusteht. In Europa werden solche Fragen in der EU-Fluggastrechte-Verordnung geklärt, die bereits im Jahr 2004 verabschiedet wurde. Darin wurde festgehalten, welche Pflichten Fluggesellschaften im Sinne des Verbraucherschutzes zu erfüllen haben. Daher kann ein Anwalt Frankreich mithilfe der EU-Verordnung klären, welche Rechte Passagiere bei einem Streik haben.

Anwalt Frankreich: „Kein Entschädigungsrecht bei einem Streik“

In der EU-Verordnung 261 ist geregelt, dass Passagieren bei Verspätungen über drei Stunden oder Annullierungen eine Ausgleichszahlung zwischen 250 bis 600 Euro pro Person zusteht. Allerdings ist diese Entschädigung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die erfüllt sein müssen, damit Fluggesellschaften zur Zahlung verpflichtet werden können. Demnach darf der Problemflug zum Beispiel nicht länger als drei Jahre zurückliegen und die Verspätung oder Annullierung muss auf das Verschulden der Airline zurückzuführen sein. Trifft das bei einem Streik zu? – Eine Antwort darauf findet man ebenfalls in der Verordnung. So weiß man als Anwalt Frankreich, dass diese Frage unter einer Passage geklärt wird, die die außergewöhnlichen Umstände thematisiert. Hier heißt es, dass das Auftreten außergewöhnlicher Umstände dazu führt, dass Airlines von der Zahlung jeglicher Entschädigungsleistungen befreit werden. Begründet wird diese Regelung damit, dass die Fluggesellschaften in diesen Situationen den ursprünglichen Flugplan unverschuldet nicht einhalten können.

Anwalt Frankreich: „Streik wird als außergewöhnlicher Umstand gewertet“

Unter den Umständen, die eine Entschädigungszahlung obsolet machen, gehören neben politischer Instabilität, chaotischen Wetterbedingungen, unerwarteten Flugsicherheitsmängeln und diversen anderen Sicherheitsrisiken auch die Beeinträchtigung durch einen Streik des Airlinepersonals. Somit müssen Passagiere die Scherereien eines Streiks dulden, ohne dass sie einen Anspruch auf eine Entschädigung haben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Passagiere überhaupt keine Rechte während eines Streiks besitzen. So haben Fluggäste, die von einer Verspätung betroffen sind, nach einer bestimmten Wartezeit Anspruch auf Leistungen wie Getränke oder eine Mahlzeit. Sollte sich der Abflug über fünf Stunden verspäten, können Betroffene sogar vom Beförderungsvertrag zurücktreten. Ferner bestehen auch diverse Regelungen hinsichtlich einer Übernachtung im Hotel oder einer alternativen Reisemöglichkeit, sodass es sich in der Regel für die Betroffenen lohnt, einen Anwalt Frankreich zu konsultieren.

Anwalt Frankreich – Ihr Partner für juristische Angelegenheiten

Sollten Sie noch nähere Fragen zu diesem Thema haben, oder aber einen Rechtsbeistand in juristischen Angelegenheiten in Frankreich benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter. Als Anwalt Frankreich sind wir bestens mit dem deutschen und französischen Recht vertraut und können Sie bei Ihrem Anliegen kompetent vertreten. Sie können uns Ihren Fall über das Telefon schildern oder eine Anfrage über das Kontaktformular auf unserer Homepage stellen.

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